Wiederaufnahme von Elektivbehandlungen in den Kliniken

Nach wochenlangem Ausnahmezustand: Wiederaufnahme von planbaren Behandlungen in den Kliniken Delitzsch und Eilenburg

Aufgrund der Corona-Pandemie ist am 13. März 2020 der Alarm- und Einsatzplan der Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH in Kraft gesetzt worden. Der darin enthaltene Pandemieplan wurde auf die aktuelle Coronavirus-Pandemie angewandt. Hierfür ist ein „Maßnahmenplan COVID-19“ entwickelt worden, der fortlaufend den aktuellen Entwicklungen und Kenntnisständen angepasst wurde. Eine Krankenhauseinsatzleitung (KEL) wurde gebildet, um alle Maßnahmen innerhalb beider Kliniken sowie die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt im Landkreis Nordsachsen und den umliegenden Krankenhäusern zu koordinieren.

Planbare und medizinisch nicht zwingend notwendige Operationen wurden auf Anordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zurückgefahren, um zusätzliche Personal- und Bettenkapazitäten für die prognostizierten Corona-Patienten, insbesondere in der Intensivmedizin mit entsprechenden Beatmungskapazitäten, zu schaffen. Letztere wurden im Laufe der folgenden Wochen in beiden Kliniken von ursprünglich zusammen 11 Beatmungsplätzen auf 21 Beatmungsmöglichkeiten erhöht.

In jeder Klinik wurde eine komplette Pflegestation geräumt und als Isolationsstation eingerichtet. Alle Zimmer der Isolationsstationen mussten mit Absaugung und Sauerstoff sowie Monitoring ausgestattet werden. Zusätzliche Beatmungstechnik wurde angeschafft und installiert.

Die Sicherheitsmaßnahmen wurden in den Kliniken erhöht, um den Schutz unserer Mitarbeiter und Patienten vor Corona-Infektionen zu gewährleisten. Es wurden spezielle Handlungsketten für die Aufnahmen und den Umgang mit Verdachtspatienten erstellt und auch extra Wege für diese Patienten festgelegt.

Seit März sind sowohl in der Klinik Eilenburg als auch in der Klinik Delitzsch vereinzelt Verdachts-Patienten auf den Isolationsstationen getestet und versorgt worden. In der Klinik Eilenburg konnte eine 77-jährige Corona-Patientin nach fast dreiwöchigem Aufenthalt incl. Beatmungstherapie vollständig genesen wieder entlassen werden. Sie war Anfang April in kritischem Zustand mit akuter Atemnot und sehr schlechten Sauerstoffwerten im Blut stationär aufgenommen worden und musste noch am gleichen Abend auf der eigens für die Corona-Fälle eingerichteten Intensivstation für etwa 11 Tage künstlich beatmet werden. Die behandelnden Ärzte konnten den Zustand der Patientin stabilisieren und die Patientin letztlich genesen wieder nach Hause entlassen.

Insgesamt sind die Kliniken in Delitzsch und Eilenburg aber im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland weitestgehend von der Corona-Pandemie verschont geblieben. Nachdem sich Ende April die Lage im Land etwas beruhigt hatte, wurden die Kliniken seitens der Bundes- und Landesregierung angeregt, Pläne zu erarbeiten, wie ab dem Monat Mai wieder mit der Behandlung von Elektivpatienten begonnen werden kann. Die Krankenhauseinsatzleitungen beider Kliniken entwickelten Strategien, wie dies unter Berücksichtigung der noch vorhandenen Infektionsgefahren ermöglicht werden kann. Die Wiederaufnahme von elektiven Behandlungen sollte unter weiterhin hohen Sicherheitsvorkehrungen langsam und kontrolliert erfolgen, um Patienten und Mitarbeiter nicht zu gefährden.

Planbare Aufnahmen und Operationen waren dann seit Anfang Mai grundsätzlich wieder möglich. Diese erfolgen nun mittlerweile auch schon nach dem dafür erstellten Konzept, nach welchem die elektiven (also geplanten) Operationen wieder durchgeführt werden können. Das betrifft zum Beispiel die Implantation von Hüftendoprothesen sowie Operationen an Galle und bei Leistenbrüchen. Dies geschieht unter den der Pandemie entsprechenden erhöhten Hygieneauflagen. So müssen beispielsweise bestimmte Patienten zuvor auf SARS-CoV-2 getestet werden. Andererseits sind Tumorpatienten in der ganzen Zeit immer behandelt worden, so natürlich auch jetzt und in Zukunft.

Unsere Krankenhäuser müssen aber weiterhin in der Lage sein, Elektivbehandlungen bei Bedarf wieder so zu reduzieren, dass kurzfristig ausreichende Aufnahmekapazitäten für COVID-19-Patienten, insbesondere in der Intensivmedizin bereitstehen. Die Isolationsstationen sowie die zusätzlich geschaffenen Intensivbettenkapazitäten bleiben in beiden Kliniken weitgehend unverändert erhalten. Die Uniklinik Leipzig koordiniert als Krankenhaus der Maximalversorgung bereits seit der letzten Märzdekade die Intensivbettenkapazitäten im Direktionsbezirk Leipzig.

Durch die angeordnete Reduzierung planbarer Operationen ist im Laufe der Zeit allerdings auch die Sorge gewachsen, wie die aufgeschobene Menge an Behandlungen unter weiterhin geltenden Corona-Hygienemaßnahmen abgearbeitet werden kann. Für kranke Menschen, die sich während der Zeit der Beschränkungen zum Beispiel aus Angst vor Ansteckung nicht in die Praxen und Krankenhäuser trauten, stieg das gesundheitliche Risiko durch die nicht durchgeführten Untersuchungen und Behandlungen.

Wir sind sicher, den erhöhten Anforderungen auch in Zukunft vollständig gewachsen zu sein. Wir hoffen, dass es keine dramatische 2. Infektionswelle der Corona-Pandemie geben wird. Eine Behandlung von Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Gallenleiden – um nur einige wenige Krankheiten jenseits von Corona zu nennen – sollte unbedingt erfolgen und nicht etwa wegen einer übermäßigen Infektionsangst aufgeschoben werden! Wir versichern daher allen Patienten, dass sie mit den hohen Hygienestandards unserer Kliniken bei uns in besten Händen sind.

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Veranstaltungen: Termine Patientenakademie 2020 - Kreißsaalbesichtigungen finden eingeschränkt statt

Um das Risiko einer Ausbreitung des Corona-Virus so weit wie möglich zu minimieren und zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter sind alle Termine zur Patientenakademie in diesem Jahr abgesagt. Kreißsaalbesichtigungen finden nur nach telefonischer Voranmeldung in kleineren Gruppen statt.

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