Neues Ausbildungsjahr gestartet

Neue generalisierte Pflegeausbildung: Lernort „Praxis“ rückt noch stärker in den Vordergrund

Im September begannen insgesamt 31 Auszubildende ihre Ausbildungen in unseren Kliniken Delitzsch und Eilenburg. 27 davon starteten in die generalistische Pflegeausbildung. Außerdem begannen jeweils zwei Auszubildende in den Ausbildungsgängen "Operationstechnische" sowie "Anästhesietechnische Assistenz".

Seit 01.01.2020 werden mit dem Pflegeberufereformgesetz die drei Berufsbilder der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss als Pflegefachfrau/- mann zusammengeführt. Ziel ist es, die zukünftigen Pflegekräfte flexibler in ihrer Arbeit zu machen und ihnen die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, Patienten aller Altersgruppen betreuen zu können. Begründet wird dies mit den stark veränderten Strukturen in der Pflege und den damit verbundenen gestiegenen Anforderungen aufgrund des medizinischen Fortschritts. Die Pflege ist mittlerweile in sämtlichen Pflegeeinrichtungen mit komplexen Krankheitsbildern konfrontiert, welche vertiefte medizinisch -pflegerische Kenntnisse erfordern und bei deren Behandlungen verstärkt moderne Medizintechnik zum Einsatz kommt. Dadurch erhöht sich selbstverständlich auch die Komplexität der Ausbildung deutlich. Pflegefachkräfte sollen später einmal leichter den Arbeitsplatz wechseln können bzw. schneller integrierbar sein. Die neue Ausbildung ist außerdem europaweit anerkannt.

„Durch die Zusammenführung ist ein völlig neues Berufsbild entstanden,“ sagt Annette Rudolph, hauptamtliche Praxisanleiterin der Klinik Eilenburg. „Zukünftig sind vorbehaltene Tätigkeiten für die Pflege festgeschrieben, die nur von Pflegefachkräften ausgeführt werden dürfen. Bisher gab es das so nicht“, fügt Frau Rudolph hinzu. „Das führt zu einer stärkeren Professionalisierung des Pflegeberufes.“ Deshalb steht in der Ausbildung die Pflege noch stärker im Vordergrund. Unterrichtsformen werden neu strukturiert. Die bisher bekannten Fächer gehen in curriculare Einheiten ein. Wissen wird fachübergreifend in Zusammenhängen vermittelt und die Auszubildenden werden befähigt, höhere Handlungskompetenz zu erlangen. Die theoretischen Lehranteile werden stärker als bislang miteinander vernetzt. Ziel ist es, die Aspekte der Pflege am Patienten zu erkennen und zielgerichteter zu handeln. Die Auszubildenden lernen exemplarisch und werden befähigt, Wissen auf andere Situationen zu übertragen. Damit erfährt der Lernort „Praxis“ zunehmend Bedeutung in der Wissensvermittlung. Das wird eine große Herausforderung für alle Pflegekräfte und vor allem die Praxisanleiter. Auch der Anteil der nachweispflichtigen aktiven Praxisanleitung erhöht sich. „In den letzten Jahren wurden verstärkt Praxisanleiter auf allen Stationen und in allen Bereichen ausgebildet, so dass überall da, wo Azubis ausgebildet werden sollen, ausreichend Praxisanleiter vorhanden sind“, erklärt Personalleiterin Steffi Lehn. „Unsere Azubis werden rein generalistisch ausgebildet“, bemerkt Annegret Wießner, stellv. Pflegedienstleiterin der Klinik Eilenburg. „Unsere Ausbildung ist also speziell auf den späteren Einsatz in der stationären Akutpflege ausgerichtet.“ Das ermöglicht auch eine gewisse Planungssicherheit. „Wir möchten mit unseren Auszubildenden über ihre Ausbildung hinaus planen, sie längerfristig für uns gewinnen, um unseren eigenen zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern.“

Das gilt auch für Berufsbilder, bei denen das Aufgabenfeld auf den OP ausgerichtet ist. Neben Pflegefachkräften werden in unseren Kliniken zukünftig weiterhin „Anästhesietechnische“ (ATA) sowie „Operationstechnische Assistenten“ (OTA) ausgebildet. Während unsere aktuellen Auszubildenden der Klinik Delitzsch im September in ihr letztes Ausbildungsjahr starteten, beginnen gleichzeitig jeweils zwei Auszubildende ihre OTA- bzw. ATA-Ausbildungen.

Instagram

Folgen Sie uns auf Instagram

Klinik-Broschüre

Vertrauen Sie auf unser Konzept von moderner Medizin und Menschlichkeit!

Imagefilm

Moderne Medizin und Menschlichkeit