Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH erhält den "Sächsischen Gewerbeenergiepass"

Die Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH wurde durch einen von der Sächsischen Energieagentur (SAENA) zertifizierten Gewerbeenergieberater erfolgreich auf Effizienz geprüft und für das dahinter stehende Engagement für nachhaltige Energieeffizienz mit dem „Sächsischen Gewerbeenergiepass“ honoriert. Der Sächsische Gewerbeenergiepass ist ein Zertifikat des Freistaates Sachsen und bescheinigt dem innehabenden Unternehmen ein vorausschauendes Energiemanagement.

Jedes kleine und mittlere Unternehmen ist per EU-Gesetzgebung dazu verpflichtet, ein Energie-Audit durchzuführen. Im Verlauf des durchgeführten Audits, einer Vor-Ort-Energieberatung durch einen entsprechend ausgebildeten Experten, wurde der energetische Ist-Zustand des Unternehmens ermittelt, Potenziale zur Verbesserung der Energieeffizienz analysiert und konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vorgeschlagen. Ziel des Audits ist die Sensibilisierung des Verbrauchers über seine Energiebilanzen. Die energetische Betriebsstruktur aller Standorte unseres Unternehmens wurde vollständig abgebildet. Dazu gehörten neben den Kliniken in Delitzsch und Eilenburg auch die Standorte der Valere Seniorenpflege und Wohnen Delitzsch GmbH und des Sozial- und Beschäftigungszentrums Delitzsch. Hierbei wurden also alle Energieströme erfasst, Verluste transparent gemacht, Einsparpotentiale aufgedeckt und Maßnahmen zur Einsparung empfohlen.

Sven Stoye, Technischer Leiter der Klinik Delitzsch, steuerte das Audit als Energiebeauftragter der Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH. Gemeinsam mit dem Gewerbeenergieberater der Sächsischen Energieagentur suchte er nach Möglichkeiten, bestimmte Anlagen effizienter zu fahren oder gegebenenfalls abzuschalten. Dabei musste auch erörtert werden, inwieweit sogenannte „Stand-By“-Betriebe vermieden werden können, ohne wiederum die Versorgungssicherheit zu gefährden. Dies ist gerade bei einer so komplexen Energieversorgung wie in unserem Unternehmen nicht immer möglich. Hierbei spielt es auch eine große Rolle, ob Anlagen unabhängig voneinander betrieben werden können. Sind sie miteinander gekoppelt, ist eine Abschaltung schwieriger. Der Betrieb bestimmter Anlagen kann zum Teil flexibel an die Jahreszeiten angepasst, beispielsweise Heizungspumpen saisonal abgeschaltet werden.

Die größten Energieverbrauchsgruppen in unseren Kliniken sind die Innen-/Außenbeleuchtung, Gebäudekühlung/ Klimatisierung, Lüftungsanlagen sowie Dampf- und Heizungstechnik. Zu den Einsparmaßnahmen, die im Rahmen des Energie-Audits in unseren Kliniken eingeführt wurden, zählen vor allem zukünftige Investitionsmaßnahmen in LED-Beleuchtungstechnik, Wärmedämmung und die Anpassung der Leistungsstufen von Kälte- und Heizungspumpen.

Tobias Kirchner