Patienten-Information
Wenn mit Ihnen ein Termin zur Operation in unserem Haus vereinbart wurde, sollen Ihnen folgende allgemeine Informationen eine erste Hilfe und Orientierung sein.
Am Aufnahmetag...
... melden sich alle Patienten zunächst in der Patientenaufnahme (Erdgeschoss) zur Erledigung der Formalitäten, in der Regel vormittags zwischen 8:00 und 9:00 Uhr. Ein Einweisungsschein vom niedergelassenen Arzt ist notwendig (Ausnahme: Notfallpatienten). Eine "Praxisgebühr" entfällt. Entsprechend dem Gesetz zahlen Sie eine Eigenbeteiligung von derzeit € 10,- für max. 28 Tage pro Jahr. Ausnahmen sind für beides möglich.
Nach der "Patienten-Aufnahme" gehen Sie auf die Ihnen zugewiesene Station. Hier werden Sie von der Schwester begrüßt und Ihnen (neben dem ausgehändigten Info-Material) die Gegebenheiten erklärt. Der Stationsarzt begrüßt Sie und bespricht im weiteren Verlauf des Tages die Operation und die evtl. dazu vorher noch notwendigen Untersuchungen.
Bitte bringen Sie schon vorhandene Untersuchungsbefunde (Röntgenbefunde, Laboruntersuchungen etc.) mit, um zeitaufwendiges Anfordern oder Doppeluntersuchungen zu vermeiden.
Bei Aufnahme am Vortag der Operation erfolgen Op- und Narkoseaufklärung sowie eine Gesamtuntersuchung (aktueller Status und Anamneseerhebung), ggf. Röntgenuntersuchungen der Lunge, Laboruntersuchungen und ein EKG sowie spezielle Untersuchungen je nach Erkrankung. Außerdem erfolgt - falls nötig - eine spezielle Op-Vorbereitung (z.B. Darmreinigung). Manchmal ergeben sich aus der Diagnostik neue Gesichtspunkte, die eine weitere Abklärung noch vor der Operation notwendig machen. Dann wird die Operation um ein oder zwei Tage verschoben.
Sie sollten am Vortag der Op wenn möglich duschen, um ein sauberes Operationsgebiet zu bieten. Hautveränderungen zeigen Sie bitte Ihrem Stationsarzt. Am Vorabend der Operation sollten Sie ab 24:00 Uhr nichts mehr essen. Wenn nötig erhalten Sie, vom Narkosearzt verordnet, eine Schlaftablette.
Am OP-Tag...
... dürfen Sie vor einer geplanten Operation mindestens 6 Stunden nichts gegessen und mindestens 2 Stunden nichts getrunken haben. Sie erhalten kurz vor Abruf in den Op-Saal eine Beruhigungstablette; danach sollten Sie nicht mehr ohne Unterstützung aufstehen, um Stürze zu vermeiden. Wenn möglich, wird ihnen bereits am Vortag die vorgesehene ungefähre Uhrzeit der Operation mitgeteilt. Bitte bedenken Sie, dass Notfälle und unvorhergesehene Umstände bei anderen Patienten Ihre Operation verschieben können.
Zur Operation werden Sie von der Schwester im Bett in den Op-Saal gefahren.
Nach der Operation...
... befinden Sie sich zunächst im sog. "Aufwachraum", oder bei größeren Eingriffen auch auf der Intensivstation. Auch auf letzterer gibt es Besuchsmöglichkeiten für Ihre Angehörigen. Bei Schmerzen nach der Operation melden Sie sich bitte! Unter anderem auch, um eine ausreichende Medikation dagegen zu erhalten. Den Wundschmerz "auszuhalten" fördert die Heilung weniger als eine entsprechende Einnahme von Schmerzmitteln.
Für eine schnelle Erholung nach der Operation ist es wichtig, dass Sie den Heilungsprozeß aktiv mitgestalten. So werden Sie sehr bald zum Aufstehen aus dem Bett ermutigt. Längeres Liegen nach einer Operation - sofern nicht durch die Art der Erkrankung und Operation vorgegeben - ist zugunsten einer raschen Mobilisation verlassen worden (Risikoverminderung für Lungenentzündungen, Thrombosen usw.). Katheter und Drainageschläuche werden nur so lange belassen wie unbedingt erforderlich.
Sobald Sie sich soweit erholt haben, dass Sie zu Hause zurecht kommen und das postoperative Komplikationsrisiko auf ein Minimum reduziert ist, können Sie aus der stationären Behandlung entlassen werden.
Die weitere Behandlung bzw. Rehabilitation wird der Stationsarzt mit Ihnen vor der Entlassung besprechen. Er wird auch erforderlichenfalls direkt Kontakt mit Ihrem weiterbehandelnden (Haus-) Arzt aufnehmen.
Sie erhalten bei Entlassung einen Arztbrief zur Vorlage bei Ihrem weiterbehandelnden Arzt. Selbstverständlich sind auch wir jederzeit und 24 Stunden täglich für Sie erreichbar.
|