Geschichte
1861 - Die Errichtung

Wie man aus der Delitzscher Chronik erfahren kann, erfolgte 1861, nach Forderung durch den Stadtarzt und Stadtverordneten Dr. Laue, die Errichtung eines städtischen Armen- und Krankenhauses am Schäfergraben/Ecke Bitterfelder Straße.
Dieses entsprach jedoch nicht den Anforderungen an eine ordentliche medizinische Betreuung erkrankter Bürger der Stadt, so dass es 1894 zur Grundsteinlegung für einen Neubau des Krankenhauses mit 60 Betten kam. Im Oktober 1895 wurde das neue Haus ohne besondere Feierlichkeiten eröffnet.
Zum ersten Krankenhauspersonal gehörten: der Krankenhausarzt Dr. Laue, die 2 Schwestern Maria Kopaczek und Helen Krause, die aus dem Diakonissenhaus Halberstadt kamen, ein Krankenwärter, 2-3 Dienstmädchen und ein Hausmann, der gleichzeitig auch als Heizer arbeitete. Nachfolgende Ärzte waren Dr. Weber und seit 1913 Dr. Kranz.
Die angestellten Ärzte waren nur nebenamtlich mit der Betreuung der Patienten beauftragt.
Auch zu dieser Zeit galt das Krankenhaus weiterhin als Armenhaus, da ausschließlich arme Bürger behandelt wurden. Während des ersten Weltkrieges erfolgte eine Verknappung der Lebensmittel, wodurch die weihnachtliche Versorgung der Patienten nur durch Spenden aus der Bevölkerung möglich war.
1927 - Übernahme durch Dr. Zaar
Dr. Zaar übernahm 1927 als erster hauptamtlicher Stadtarzt die medizinische Leitung der Klinik.
Im Jahre 1930 erreichte man endlich eine Erweiterung und Modernisierung des Hauses. Somit stieg die Bettenzahl auf 85. Spätere Pläne für einen Erweiterungsbau wurden immer wieder verschoben und schließlich stillgelegt. Noch vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges, wurde die Verwendung des Krankenhauses als Lazarett vertraglich festgelegt.
1949 - Eröffnung der Poliklinik
1949 erfolgte die Eröffnung der Poliklinik, die in den folgenden Jahren noch erweitert wurde. Territoriale Veränderungen führten die Auflösung der Länderregierungen und die Neubildung der Kreise mit sich, wodurch die Klinik den Status eines Kreiskrankenhauses erhielt. Nachdem zunächst nur eine verwaltungsgemäße Vereinigung der Poliklinik mit dem Kreiskrankenhaus erfolgte, kam es dann 1954 auch zur Verschmelzung auf dem medizinischen Sektor.
Mit der Gründung der DDR begann sich das Haus Jahr für Jahr zu verändern, zum Beispiel mit dem Neubau eines Röntgentraktes.
1991 - Steigende Patientenzahlen
Seit 1991 gibt es eine stetig steigende Zahl von Patienten, so dass sich dementsprechend auch die Bettenanzahl anpasste. Mit dem Zusammenschluss der Landkreise Delitzsch und Eilenburg wurde 1994 der Landkreis Krankenhausträger.
Nach den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Klinik Delitzsch am 1. Oktober 1995 begannen 1996 weitere Baumaßnahmen zur Erweiterung des Hauses, die schon 1999 durch die offizielle Eröffnung beendet wurden.
Umfassende Renovierungsarbeiten am Gebäude in der Angerstraße und im alten Haupthaus von 2005 bis 2008 führten zu einem nunmehr hellen und freundlichen und mit hochmoderner Medizintechnik ausgestatteten Krankenhaus.
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